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The Last Swiss Holocaust Survivors


Das Archiv für Zeitgeschichte präsentierte vom 02. Mai bis 15. Juni 2017 die Ausstellung «The Last Swiss Holocaust Survivors».

Im Frühling 2017 hat die Schweiz den Vorsitz der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) übernommen. Ziel der IHRA ist es, das Wissen über den Holocaust zu fördern und die Erinnerung daran wach zu halten. Aus diesem Anlass hat die Gamaraal Foundation die Ausstellung über Holocaustüberlebende in der Schweiz konzipiert. Gegen 3000 Gäste besuchten die Ausstellung im Archiv für Zeitgeschichte in Zürich.

Die vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten unterstützte Wanderausstellung wird im Verlauf des Jahres auch in anderen Städten der Schweiz gezeigt. Das Archiv für Zeitgeschichte, das von 2005 bis 2012 regelmässig Begegnungen zwischen Holocaustüberlebenden durchführte und zahlreiche Archivbestände zur Jüdischen Zeitgeschichte beherbergt, hat die Ausstellung wissenschaftlich beraten.

In der Schweiz leben nur noch wenige Zeitzeugen, welche die Schrecken des Holocaust selber erfahren haben. Ein Teil von ihnen konnte sich durch Verstecken oder Flucht retten, viele von ihnen überlebten eines der Konzentrationslager und kamen nach dem Krieg in die Schweiz. Heute gehören sie zu den letzten Holocaust-Überlebenden.

In eindrücklichen Portraits legen diese betagten Menschen nun noch einmal Zeugnis ab: Die grossformatigen Fotos der Ausstellung stammen vom mehrfach prämierten Fotografen Beat Mumenthaler (Bundesratsfoto 2017). Ebenfalls gezeigt werden Kurzfilme des renommierten Zürcher Regisseurs Eric Bergkraut.

Podium "Holocaust Education - wozu?"

Am 23. Mai 2017 (18.00-19.15 Uhr) diskutierten ExpertInnnen in einem Podiumsgespräch im Rahmen der Ausstellung die Zukunft der wissenschaftlichen und didaktischen Aufarbeitung des Holocaust.

Dr. Kurt Bigler-Preisverleihung

Am 07. März 2018 wurden Gamaraal Foundation und Archiv für Zeitgeschichte für die Ausstellung gemeinsam mit dem Dr. Kurt Bigler-Preis geehrt. Er wird für "hervorragende Projekte im Bereich der Holocaust Education" verliehen.

Der Nachlass des 2007 verstorbenen Kurt Bigler (ehemals Bergheimer) befindet im Archiv für Zeitgeschichte. Über das bewegende Schicksal Biglers, der seine Eltern im Holocaust verlor und 1942 als Sechzehnjähriger allein in die Schweiz kam, gibt die 2018 erschienene Biografie von Lea Bloch Auskunft.

Bildergalerie

Der in der Ausstellung porträtierte Eduard Kornfeld anlässlich der Medienorientierung (© Archiv für Zeitgeschichte) Die in der Ausstellung porträtierte Nina Weil anlässlich der Medienorientierung (© Archiv für Zeitgeschichte) Blick in den Ausstellungsraum im Archiv für Zeitgeschichte (© Beat Mumenthaler) Schulklasse im Gruppenunterricht in der Ausstellung (© Archiv für Zeitgeschichte) Podiumsdiskussion "Holocaust Education" (© Archiv für Zeitgeschichte) Der Filmemacher Eric Bergkraut vor einem Ausstellungsporträt (Ivan Lefkovits) des Fotografen Beat Mumenthaler (© Archiv für Zeitgeschichte) Die porträtierten Holocaust-Überlebenden besuchen mit Angehörigen die Ausstellung (© Archiv für Zeitgeschichte) Die Wanderausstellung zieht weiter... (© Archiv für Zeitgeschichte) Workshop des AfZ mit Sabina Bossert zum Konzept der Ausstellungsführungen unmittelbar vor der Preisverleihung vom 7. März 2018 (© Archiv für Zeitgeschichte) Gregor Spuhler beantwortet Fragen der Preisjury am 7. März 2018 (© Archiv für Zeitgeschichte) Die Preisträger des Bigler-Preises formen mit dem Kunstwerk von Bettina Rave das Wort "Mitgefühl" (© Archiv für Zeitgeschichte) Margrith Bigler, Anita Winter (Gamaraal Foundation), Bettina Rave (Künstlerin), Gregor Spuhler (AfZ) am 7. März 2018 (v.l.n.r.) (© Archiv für Zeitgeschichte)