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Universitäten / Seminare

© Archiv für Zeitgeschichte
Eduard Kornfeld - Holocaust-Überlebender (AfZ-Veranstaltung, 25. Januar 2008)

Nebst eigenständigen Lehrveranstaltungen werden im Rahmen der Lehrkooperation mit dem Historischen Seminar der Universität Zürich für dessen Proseminar II regelmässig Archivpräsentationen durchgeführt. Teilnehmende von verschiedenen Lehrveranstaltungen der Universitäten Basel, Fribourg, Luzern und Zürich finden zudem den Weg ins Archiv. Und dazu kommen schliesslich Anlässe für Schulklassen und Lehrgänge im Bereich Information und Dokumentation.

ETH Zürich (HS 2019): Nationalsozialistische Verfolgung, Flüchtlingspolitik und Wissenschaft 1933-1945

Die Vorlesung aus dem Vorjahr zum Nationalsozialismus führte Gregor Spuhler im Herbstsemester neu als Übung durch. Nach einer Einführung in die Grundzüge des NS-Regimes und den aktuellen Stand der Täterforschung setzten sich die Studierenden mit der Rolle der Wissenschaft im Nationalsozialismus auseinander. Ihre Beiträge zu Physik, Chemie, Medizin oder Architektur waren einerseits Rückblicke in die Wissenschaftsgeschichte und regten anderseits zur Reflexion über das Verhältnis von Wissenschaft und Politik und das Selbstverständnis der damaligen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an.

Universität Fribourg (FS 2019): Oral History Workshop: Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen

Im Rahmen seines regelmässigen Gastlehrauftrags führte Gregor Spuhler im Frühjahrssemester wiederum eine Gruppe von Studierenden in die Oral History ein. Das Seminar wird in den Masterstudiengängen Zeitgeschichte der Universität Fribourg sowie Geschichtsdidaktik und öffentliche Geschichtsvermittlung der Pädagogischen Hochschule Luzern angeboten. Die Teilnehmenden lernten, biografische Interviews zu planen, durchzuführen und im Rahmen einer Seminararbeit auszuwerten.

Universität Basel (FS 2019): «Sie müssen nicht alles schreiben, was ich sage.»

Im Frühjahrssemester führte das AfZ gemeinsam mit dem Zentrum für Jüdische Studien der Universität Basel eine Lehrveranstaltung zu den Themen Oral History und Jüdische Geschichte in der Schweiz durch. Im Rahmen dieses von Sabina Bossert mitgeleiteten Forschungsseminars, das fortgeschrittene Master-Studierende verschiedener Fachrichtungen besuchten, wurden zwölf Holocaustüberlebende in der ganzen Schweiz interviewt. Zur Vorbereitung wurden den Studierenden die Grundlagen und die Theorien der historischen Methode der Oral History und ein Überblick über die Schweizerisch-Jüdische Geschichte vermittelt. Dazu wurden auch ausgewiesene Fachpersonen eingeladen, die von ihren Erfahrungen im Bereich der Oral History berichteten. Gregor Spuhler sprach unter dem Titel «Gelungene und nicht gelungene Interviews» über die Interaktion im Interview. Loretta Seglias, die zahlreiche «Verdingkinder» interviewt hat, ging auf Herausforderungen und Chancen bei Interviews mit traumatisierten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ein. Die mit den Holocaust-Überlebenden geführten Interviews werden im AfZ archiviert und nach ihrer Erschliessung der Forschung und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

ETH Zürich (HS 2018): Nationalsozialistische Verfolgung und internationale Flüchtlingspolitik 1933-1945

In der Vorlesung vermittelte Gregor Spuhler einerseits Grundlagenwissen und andererseits den aktuellen Forschungsstand zur Täterforschung. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Rolle der Wissenschaft im Nationalsozialismus. Dies sollte – ganz im Rahmen des Studiengangs Science in Perspective – auch die Selbstreflexion der künftigen ETH-Absolventinnen und -Absolventen über das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Politik anregen.

Universität Fribourg (FS 2018): Oral History Workshop: Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen

Im Rahmen eines Master-Seminars führte Gregor Spuhler die Studierenden in die Oral History ein. Alle Teilnehmenden führten biografische Interviews durch, die sie im Rahmen ihrer Seminararbeiten auswerteten. Dabei stand die Frage im Zentrum, wie sich die Säkularisierung der letzten Jahrzehnte im alltäglichen Leben und der religiösen Praxis der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen niedergeschlagen hat.