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Nachlass Anna Peter-Schmid

© Archiv für Zeitgeschichte (Nachlass Anna Peter-Schmid)
Anna Peter-Schmid im Spital in Basel nach der Geburt des zweiten Sohns Georg, 12.4.1931

Hausfrau und Mutter mit illustrer Verwandtschaft

Geboren 1904 in Zürich als Tochter eines Professors an der Kantonalen Handelsschule wuchs Anna Schmid in einem wohlhabenden bürgerlich-intellektuellen Umfeld auf. Sie verfügte mit ihrem Onkel, dem Romanisten Jakob Jud-Hunziker und ihrem Bruder, dem Philologen und Literaturwissenschaftler Karl Schmid sowie dessen Frau, der Kabarettistin Elsie Attenhofer, über einen illustren Verwandtenkreis. Als Hausfrau und Mutter lebte Anna Peter-Schmid in der Nähe von Basel. Sie pflegte regen Kontakt mit der weitverzweigten Verwandtschaft sowie Freunden und Bekannten.

Korrespondenzen und Tagebücher

Ein grosser Teil des Nachlasses besteht aus Korrespondenz; wie dem Briefwechsel mit ihren Eltern und Albin Peter, ihrem Mann, oder aus vielen Briefen, welche während ihrer Ehe von verschiedenster Seite an sie (und die ganze Familie) gerichtet wurden. Ein weiterer wichtiger Teil sind Tagebücher, welche Anna Peter-Schmid nach der Heirat, 1927 beginnend, bis kurz vor ihrem Tod durchgehend führte und die als "Familienchronik" gelesen werden können.

Reich dokumentierte Familiengeschichte

Daneben teilte sie mit ihrer Mutter eine Passion für die Familienforschung und sammelte Unterlagen zur Familiengeschichte wie beispielsweise Nekrologe, Gedenkschriften oder Fotos. Glücklicherweise kümmerte sie sich auch um eine sorgfältige Dokumentation der Materialien. Die Unterlagen waren bei der Übergabe ans Archiv für Zeitgeschichte bereits gut vorgeordnet. So waren die Korrespondenz nach Jahren und speziellen Ereignissen gegliedert und die Fotos mit Angaben zu den abgebildeten Personen und dem jeweiligen Anlass beschriftet.

Von Anna Peter-Schmid selbst sind neben den Briefen und Tagebüchern kaum persönliche Unterlagen überliefert. Sie ist aber auf vielen Fotos zu sehen, von denen insbesondere die Familienfotos von ihrem Mann, einem passionierten Fotografen, stammen dürften. Ihr Nachlass fokussiert weniger auf ihre Person, als dass er es ermöglicht, die Geschichte der Familie Peter-Schmid und ihrer Vorfahren (in unterschiedlichem Detailgrad) bis zum Beginn des 19. Jh. zurückzuverfolgen.

Der Nachlass wurde dem Archiv für Zeitgeschichte zwischen 2015 und 2017 von Anna Peter-Schmids Enkelin zusammen mit einem Kostenbeitrag an die Archivierung geschenkt.