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“Humanitäre Schweiz”

© Archiv für Zeitgeschichte (IB humem-Archiv)
Freiwilligeneinsatz von Rosmarie Kappeler-Weichelt in Tansania, 1967-1969

Projektziele

Der von Frédéric Gonseth präsidierte Verein humem hat zwischen 2006 und 2010 mit 75 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen mehrstündige Interviews über ihren Einsatz in der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit geführt und auf Video aufgezeichnet. Aufbereitete Ausschnitte aus diesen Interviews waren 2011/2012 in der Wanderausstellung "Die andere Seite der Welt" als Kurzfilme (sog. "Kaleidoskop") zu sehen. Das Archiv für Zeitgeschichte sichert diese Videoaufzeichnungen und dazugehörige Materialien, erschliesst sie mittels seiner Archivdatenbank und macht sie der Lehre und Forschung sowie dem interessierten Publikum zugänglich. Zudem werden die für die Ausstellung hergestellten Kurzfilme gesichert. Das Archiv des Vereins humem wird ebenfalls übernommen, da es wichtige Informationen zur Entstehung der Video-Interviews und der Ausstellung enthält. Als Ergänzung zu den Interviews sammelt das Archiv für Zeitgeschichte historische Materialien der Zeitzeugen, welche ihr Engagement in der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit mit zeitgenössischen Briefen, Tagebüchern und Fotos dokumentieren.

Stand des Projekts

Das Archiv für Zeitgeschichte hat die Zeitzeugen-Videos sowie die Interviewprotokolle und Transkriptionen übernommen, gesichert und in seine Archivdatenbank integriert. Die zugehörigen Sequenzdaten (d.h. Erschliessungsdaten für die Video-Interviews) wurden überarbeitet und auf AfZ Online Archives veröffentlicht, womit die Interviews dort für die Konsultation im AfZ-Lesesaal recherchiert werden können. Das Vereinsarchiv wurde ebenfalls erschlossen. In Arbeit ist gegenwärtig die Archivierung des Kaleidoskops.

Die Sammlung von historischen Materialien der Zeitzeugen (Briefe, Tagebücher, Berichte, Fotos) ist erfolgreich verlaufen. Erfreulicherweise hat rund ein Drittel der kontaktierten Zeitzeugen dem Archiv für Zeitgeschichte Materialien abgegeben. Diese bilden eine wichtige Ergänzung der Aktenüberlieferung durch den Bund und die Hilfswerke. Die übernommenen Materialien werden laufend erschlossen und in der Archivdatenbank verzeichnet.

Zusammenarbeit mit schweizerischen Organisationen

Das Projekt wurde ermöglicht durch die breite Unterstützung von DEZA, Memoriav, Stiftungen, Hilfswerken und kantonalen Lotteriefonds. Eine detaillierte Übersicht aller Organisationen finden Sie hier.

Bildergalerie